Herbststimmung

Wir sind alle verwelkt wie die Blätter, und unsere Sünden tragen uns davon wie der Wind.  Jesaja 64, 5

herbst

Der Herbst ist da!

“Wo wir geh’n und steh’n, kann es jeder sehn. Was ist nur mit dem Baum gescheh’n? – Man kann kein grünes Blatt mehr sehn. Sie sind jetzt gelb und rot und braun, ihr braucht nur hin zu schau’n. Die Blätter schaukeln hin und her. Der Herbstwind pustet immer mehr. Was ist denn mit den Blättern los? -Sie fallen in das Moos.”

So bestaunen die Kleinen in einem Kinderlied den Herbst mit seinen Farben und fallenden Blättern. Und wir Erwachsenen wundern uns, dass Frühling und Sommer schon wieder hinter uns liegen.
Der Herbstmonat Oktober bekam seinen Namen vom lateinischen “okto”, was nichts weiter als acht heißt. “Okto” oder acht deshalb, weil er der achte Monat im römischen Kalender war. Noch heute begegnet uns in vielen Worten die lateinische Acht, so in “Oktave” (acht Tonstufen), im “Oktett” (Musikstück für acht Soloinstrumente), im “Oktogon” (Achteck).

Herbstzeit ist Erntezeit. Da werden nicht nur die Blätter bunt, auch die Früchte leuchten “gelb und rot und braun, ihr braucht nur hinzuschau’n”. Ich las, dass man aus einem Zentner Äpfel 30 Liter Saft pressen kann. Trägt ein Baum also drei Zentner Äpfel, so hat er etwa 100 Liter Saft in seine Früchte hineinpumpen müssen. Dazu kommt, dass ein Baum mittlerer Größe täglich rund 100 Liter Wasser über die Blätter an die Luft abgibt. Im Herbst stellt er die Wasserversorgung jedoch ein. Die Blätter werden trocken und fallen ab. In dem Buch “Das unwahrscheinliche Leben” wird der Vorgang so beschrieben: “Der Baum denkt an den Winter … Bemerkenswert dabei ist, dass er nicht wartet, bis es wirklich kalt ist, sondern damit beginnt, wenn die Temperaturen von den sommerlichen noch nicht sehr verschieden sind.” (Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin) Steckt dahinter ein kluger Hausmeister, der den Wasserhahn rechtzeitig zudreht?

In dem erwähnten Buch heißt es auch: “Verfolgt man die Kette eines technischen Vorgangs bis zuletzt, steht am Ende immer der Mensch.” Dürfen wir da nicht auch sagen: Verfolgt man die Kette eines natürlichen Vorgangs bis zuletzt, dann steht am Ende – und auch am Anfang – immer Gott, der Schöpfer.

“Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. Deshalb kann sich niemand damit entschuldigen, dass er von Gott nichts gewusst hat.” (Römer 1,20 GNB)

Lothar Reiche

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg – mit freundlicher Genehmigung.

AN(GE)DACHT

Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.  Jeremia 31, 3

Ich liebe Dich! Ich habe Dich immer schon geliebt! Was für eine Zusage Gottes. Sie tröstet und ermutigt ungemein. Liebe lässt einen das Herz aufgehen. Gottes Liebe ist stärker als der Hass dieser Welt. Stärker als der Hass, der mir begegnet und der Hass, der auch in mir wohnt. Aber Moment einmal. Diese Liebeszusage gilt ja dem Volk Gottes. Wir sind ja gar nicht angesprochen. Israel erlebt ein auf und ab seines Glaubens. In vielen Generationen erleben sie die wohltuende und schützende Nähe Gottes. Und in anderen Zeiten scheren sie sich nicht viel um Gott.

Es sind beide Elemente: Wohlstand und Sorge – beides hindert das Volk Gottes am Glauben. Es ist damals wie heute das Gleiche. Wohlstand und Sorge hindert auch unsere westliche Welt am Glauben. Doch Gottes Beziehung zu Israel ist eine besondere. Gott hat sich Israel verpflichtet und Israel Gott gegenüber. Diese Zeit in Israel muss eine schreckliche Zeit gewesen sein. Kriege von außen und Ungerechtigkeit im Inneren. Und in dieser Zeit verliert Israel den Glauben. Im Gegenteil sie missbrauchen den Glauben. Wenden sich anderen Göttern zu. Jeremia berichtet davon, dass Gott Israel wegen ihres Unglaubens, ihrer Rebellion gegen Gott seinen Feinden überlässt. Der Kampf scheint verloren. Wehren ist zwecklos. Und Israel trägt an der eigenen Schuld. Jerusalem wird zerstört. Israel wieder in der Gefangenschat. Und hier erneuert Got seine Zusage: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.

Gottes Liebe ist stärker als der Hass dieser Welt. Stärker als der Hass, der dem Volk begegnet und der Hass, der auch in ihnen wohnt. Gottes Liebe reicht weiter als ihre Schuld. Gottes Liebe ist beständiger als ihr Unglaube. Die Geschichte Gottes mit dem Volk Israel lässt in Gottes Herz schauen. Ein Herz, welches Liebe als Fundament hat. Eine Liebe zu dem Menschen, die alles erträgt und immer wieder um Glauben wirbt. Gott ist Liebe. Deutlicher als in Jesus Christus, in dem sich Gott mit den Menschen dauerhaft versöhnt, kann die Liebe Gottes nicht zum Ausdruck gebracht werden. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16 Deshalb dürfen wir diese Zusage Gottes auch ganz persönlich für uns annehmen. Egal wie Du Dich siehst. Egal wie Du Dich fühlst. Egal was Dir begegnet. Gott spricht Dir zu: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.

Pastor Christoph Vollmer

Einladung zum Gemeindetalk

Westphal_Ulf(AHF_gym)Auf der letzten Mitgliederversammlung wurde eine Idee zu einem Gemeindetalk vorgestellt. Bei diesem Gemeindetalk wollen wir über aktuelle Themen ins Gespräch kommen, auf die die Bibel nicht immer eine Antwort gibt bzw. man unterschiedlicher Meinung sein kann. Auch ist der Gemeindetalk eine gute Möglichkeit, sich zu informieren und überhaupt erst eine Meinung zu bilden.

Am 23.5. wollen wir um 19.30 Uhr mit dem Thema “Christ und Gesellschaft” starten. Dazu wird uns Alex Driedger einen kurzen Impuls geben bevor wir miteinander ins Gespräch kommen.

Zu diesem Abend sind alle herzlich eingeladen.

LG
Ulf Westphal

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